Lesung Judith Fait "Kupfer, Kolonialismus und Kapital - das berühmte Bergwerk Tsumeb in Namibia
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In der bisherigen Geschichtsschreibung zum deutschen Kolonialismus wurde der Abbau von Mineralien eher als Nebensache behandelt. Dabei stellte die Industrialisierung und der damit einhergehende Rohstoffbedarf im Fall der ersten deutschen Kolonie, dem heutigen Namibia, eine treibende Kraft dar. Als exemplarisches Beispiel dient die "Mine der Superlative‟ in Tsumeb.
Das Buch behandelt den Zeitraum von der Anfangsphase der Kolonisierung durch christliche Missionen, die nachfolgend Händler und Kupfergräber ins Land zogen, bis in die Zeit um 2015. Die früh erfolgte Verflechtung von Montanindustrie und Politik, die auch Wissenschaftler zu Handlangern der Ausbeutung kriegswichtiger Rohstoffe machte, warf Milliardengewinne ab. Ein besonderes "Highlight‟ sind die erstmals veröffentlichten historischen Fotografien aus bisher unbekannten Archiven und Privatbeständen in Namibia.
Die von Judith Fait vorgelegte Geschichte des Bergwerks Tsumeb bildet wahrscheinlich die erste in dieser Weise entworfene montanhistorische Untersuchung. Ihre Analyse bewegt sich in der Schnittmenge zwischen Archäologie und Kolonialgeschichte, Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte sowie der Technik- und Umweltgeschichte. Die reich bebilderten 212 Seiten umschließen rund 100 Seiten Text. Die gelungene Bebilderung trägt zur Anschaulichkeit erheblich bei. Das Buch profitiert davon, dass es die Autorin als Diplomingenieurin versteht, die geologischen, metallurgischen und chemisch-physikalischen Feinheiten zu vermitteln. Die wundervollen Kristalle des Bergwerks von Tsumeb, die seit frühester Zeit des Bergwerksbetriebs gewonnen wurden, finden sich heute in den akademischen und privaten Mineraliensammlungen der ganzen Welt. Ihre blutige koloniale Entdeckungsgeschichte bleibt dem Bewundernden leider zumeist verborgen, so beschreibt der Bergbauexperte Prof. Dr. Helmut Maier das Buch.
Judith Fait: Kupfer, Kolonialismus, Kapital. Das Bergwerk Tsumeb, Namibia. Hamburg, Diplomica Verlag 2019, 212 S., 180 Abb., ISBN 978-3-96146-712-9
Das Buch behandelt den Zeitraum von der Anfangsphase der Kolonisierung durch christliche Missionen, die nachfolgend Händler und Kupfergräber ins Land zogen, bis in die Zeit um 2015. Die früh erfolgte Verflechtung von Montanindustrie und Politik, die auch Wissenschaftler zu Handlangern der Ausbeutung kriegswichtiger Rohstoffe machte, warf Milliardengewinne ab. Ein besonderes "Highlight‟ sind die erstmals veröffentlichten historischen Fotografien aus bisher unbekannten Archiven und Privatbeständen in Namibia.
Die von Judith Fait vorgelegte Geschichte des Bergwerks Tsumeb bildet wahrscheinlich die erste in dieser Weise entworfene montanhistorische Untersuchung. Ihre Analyse bewegt sich in der Schnittmenge zwischen Archäologie und Kolonialgeschichte, Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte sowie der Technik- und Umweltgeschichte. Die reich bebilderten 212 Seiten umschließen rund 100 Seiten Text. Die gelungene Bebilderung trägt zur Anschaulichkeit erheblich bei. Das Buch profitiert davon, dass es die Autorin als Diplomingenieurin versteht, die geologischen, metallurgischen und chemisch-physikalischen Feinheiten zu vermitteln. Die wundervollen Kristalle des Bergwerks von Tsumeb, die seit frühester Zeit des Bergwerksbetriebs gewonnen wurden, finden sich heute in den akademischen und privaten Mineraliensammlungen der ganzen Welt. Ihre blutige koloniale Entdeckungsgeschichte bleibt dem Bewundernden leider zumeist verborgen, so beschreibt der Bergbauexperte Prof. Dr. Helmut Maier das Buch.
Judith Fait: Kupfer, Kolonialismus, Kapital. Das Bergwerk Tsumeb, Namibia. Hamburg, Diplomica Verlag 2019, 212 S., 180 Abb., ISBN 978-3-96146-712-9
Dates
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General information
Tourist Event
Eligibility
Suitable for any Weather
Target Group Adult
Foreign Language
- German
Directions & Parking facilities
- Die Remise befindet sich im Kunsthof. Parkplätze sind in der Marktstraße vorhanden.
Price info
free of charge
Der Eintritt ist freiLicense (master data)
Wernigeröder Kunst- und Kulturverein e. V.




